Sachverständigenbüro von den Busch

Bodenwertverzinsung

Immobilienlexikon

Die Bodenwertverzinsung berücksichtigt im allgemeinen Ertragswertverfahren die Verzinsung des im Grund und Boden gebundenen Kapitals.

Begriff

Im allgemeinen Ertragswertverfahren wird der Reinertrag des Grundstücks in einen Anteil für den Boden und einen Anteil für die baulichen Anlagen aufgeteilt. Die Bodenwertverzinsung entspricht vereinfacht dem Bodenwert multipliziert mit dem objektspezifisch angepassten Liegenschaftszinssatz.

Warum wird sie abgezogen?

Der Boden ist ein eigenständiger Wertbestandteil. Damit der Ertrag der baulichen Anlagen kapitalisiert werden kann, wird der dem Boden zuzurechnende Verzinsungsbetrag aus dem Reinertrag herausgerechnet.

Praxisbeispiel

Bei einem großen Industriegrundstück kann auch ein relativ niedriger Bodenrichtwert zu einem erheblichen Bodenwert führen. Im Ertragswert wirkt dessen Verzinsung deshalb auf den Gebäudeertragsanteil.

Typische Fehler

  • Bodenwert und Bodenwertverzinsung doppelt berücksichtigen.
  • nicht modellkonforme Liegenschaftszinsen verwenden.
  • unterschiedliche Restnutzungsdauern ohne passende Verfahrensvariante vermischen.
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