Gute Wohnlagen bleiben stabil
In guten und sehr guten Wohnlagen beobachten wir weiterhin eine stabile Nachfrage. Käufer prüfen jedoch genauer, ob Mikrolage, Gebäudezustand und Kaufpreis zusammenpassen.
Immobilienbewertung Köln
Verkehrswertgutachten, Marktwertgutachten und Kurzgutachten für Eigentumswohnungen, Häuser, Villen, Mehrfamilienhäuser sowie Rendite- und Gewerbeimmobilien in Köln.
Regionale Marktkenntnis
Der Kölner Immobilienmarkt ist stark durch Lage und Objektart geprägt. Zwischen klassischen Villenlagen im Süden und Westen, urbanen Vierteln rund um die Innenstadt, gefragten linksrheinischen Wohnquartieren und rechtsrheinischen Teilmärkten bestehen erhebliche Preisunterschiede.
Eine belastbare Immobilienbewertung kann deshalb nicht aus einem pauschalen Quadratmeterpreis abgeleitet werden. Für die Einordnung trennen wir drei Ebenen: unsere Beobachtungen aus Bewertungsaufträgen, den aktuellen Angebotsmarkt und die tatsächlich registrierten amtlichen Marktdaten.
Aus unseren Bewertungsaufträgen
Unsere Kölner Bewertungsaufträge zeigen einen insgesamt robusten, aber deutlich preisbewussteren Markt. Besonders prägend sind die stabile Nachfrage in guten Lagen, ein Generationenwechsel in klassischen Villenlagen, die stärkere Bedeutung der Energieeffizienz und die veränderte Kalkulation bei vermieteten Eigentumswohnungen.
In guten und sehr guten Wohnlagen beobachten wir weiterhin eine stabile Nachfrage. Käufer prüfen jedoch genauer, ob Mikrolage, Gebäudezustand und Kaufpreis zusammenpassen.
In Lagen wie Hahnwald gelangen häufiger Immobilien durch Erbschaft, altersbedingte Veränderungen oder Neuordnung des Familienvermögens auf den Markt. Sehr gute Grundstückslagen treffen dabei nicht selten auf ältere Bausubstanz.
Bei älteren Gebäuden werden Investitionen in Heizung, Fenster, Dach und Dämmung heute deutlich konsequenter in die Kaufpreisvorstellung einbezogen.
Mieterschutz, mietrechtliche Begrenzungen, höhere Finanzierungskosten und teilweise negativer Cashflow führen zu einer preisbewussteren Käuferschaft. Gute Lagen bleiben als langfristiges Investment dennoch gefragt.
Trotz des höheren Zinsniveaus beobachten wir bei marktgängigen Kölner Mehrfamilienhäusern je nach Lage, Mietniveau und Objektqualität häufig Rohertragsfaktoren von etwa 20 bis knapp 30.
Bei Eigentumswohnungen prüfen Käufer Hausgeld, Rücklagen, Beschlüsse, Sanierungsbedarf und nachhaltige Miete deutlich genauer als in der Niedrigzinsphase.
| Beobachtung | Praxiseinordnung | Tendenz |
|---|---|---|
| Gute und sehr gute Wohnlagen | stabile Nachfrage, stärkere Qualitätsprüfung | stabil |
| Hahnwald / klassische Villenlagen | Generationenwechsel und Modernisierungsbedarf | zunehmend relevant |
| Energetische Qualität älterer Immobilien | stärkerer Einfluss auf Kaufpreis | deutlich wichtiger |
| Vermietete Eigentumswohnungen | stärker rendite- und finanzierungsgetriebene Prüfung | selektiver |
| Mehrfamilienhäuser | häufig etwa Faktor 20 bis knapp 30 | lagenabhängig stabil |
Die Praxistabelle fasst unsere qualitativen Marktbeobachtungen zusammen. Objektbezogene Werte können hiervon deutlich abweichen.
Auswertung von Immobilienbörsen
Die Angebotsdaten zeigen ein deutlich höheres Preisniveau als in vielen Ruhrgebietsstädten. Gleichzeitig bleibt die Spreizung zwischen einfacher, mittlerer und guter Wohnlage sehr groß. Besonders die Angebotsmieten haben zuletzt kräftig zugelegt.
| Teilmarkt | Bestand | Neubau | Veränderung | Zusatzindikator |
|---|---|---|---|---|
| Wohnungsmiete | 13,26 €/m² | 16,20 €/m² | +7,7 % | 8 ausgewertete Angebote |
| Eigentumswohnung | 4.152 €/m² | 6.009 €/m² | +4,9 % | Rendite ca. 3,8 % |
| Haus | 717.447 € | 863.474 € | +3,0 % | Preistendenz weitgehend konstant |
| Segment | Einfache Lage | Mittlere Lage | Gute Lage | Durchschnitt |
|---|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung | 2.900 €/m² | 4.600 €/m² | 6.975 €/m² | 4.625 €/m² |
| Wohnungsmiete | 9,80 €/m² | 14,85 €/m² | 22,00 €/m² | 14,35 €/m² |
Angebotspreise sind keine beurkundeten Kaufpreise. Sie werden als ergänzende Marktbeobachtung genutzt; besonders hochwertige Villen, Grundstücke und Sonderlagen können deutlich außerhalb der dargestellten Korridore liegen.
Auswertung offizieller Quellen
Auch die tatsächlich registrierten Verkäufe bestätigen eine deutliche Belebung des Kölner Immobilienmarktes. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Mehrfamilienhäusern und Wohnungseigentum.
| Teilmarkt / Kennzahl | Marktstand 2025 | Einordnung |
|---|---|---|
| Wohnungseigentum | 4.772 Verkäufe | +11 % gegenüber 2024 |
| Geldumsatz Wohnungseigentum | 1,76 Mrd. € | +18 % gegenüber 2024 |
| Neubau-Eigentumswohnungen | 451 Verkäufe | +22 % gegenüber 2024 |
| Ein- und Zweifamilienhäuser | 1.406 Verkäufe | +5 % gegenüber 2024 |
| Mehrfamilienhäuser | 655 Verkäufe | +15 % gegenüber 2024 |
| Geldumsatz Mehrfamilienhäuser | 1,22 Mrd. € | +47 % gegenüber 2024 |
| Rohertragsfaktor Mietwohnhäuser | 21 | Bandbreite 15–29 Jahresroherträge |
| Liegenschaftszins Mietwohnhäuser | 2,8 % | Durchschnittswert 2025 |
Amtliche Durchschnittswerte dienen der allgemeinen Markteinordnung. Der konkrete Verkehrswert kann insbesondere aufgrund von Mikrolage, Grundstück, Baujahr, Modernisierung, Miete, Rechten und Belastungen erheblich abweichen.
Wohnlagen und Teilmärkte
Hahnwald, Marienburg, Lindenthal, Müngersdorf und Teile von Rodenkirchen gehören zu den hochwertigen Kölner Wohnlagen. Bei außergewöhnlichen Villen und Grundstücken sind pauschale Quadratmeterpreise nur eingeschränkt aussagekräftig.
Sülz, Ehrenfeld, Nippes, Bayenthal und innenstadtnahe Quartiere verbinden gute Infrastruktur mit einer breiten Nachfrage. Besonders marktgerecht modernisierte Altbauwohnungen und gut geschnittene Eigentumswohnungen bleiben gefragt.
Deutz, Mülheim und Teile von Kalk profitieren von Quartiersentwicklungen, Infrastruktur und Innenstadtnähe. Gleichzeitig bestehen innerhalb der Stadtteile große Unterschiede zwischen einzelnen Straßen und Mikrolagen.
Objektarten
2025 wurden 4.772 Eigentumswohnungen verkauft. Der Geldumsatz lag bei rund 1,76 Milliarden Euro. Für die Bewertung sind Mikrolage, Baujahr, Modernisierung, Energieeffizienz, WEG-Zustand, Rücklagen und Vermietung entscheidend.
2025 wurden 1.406 Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft. Grundstück, Lage, Gebäudequalität, energetischer Zustand und mögliche Modernisierungen können den Wert erheblich beeinflussen.
Die Zahl der Verkäufe stieg 2025 auf 655 Fälle. Für Mietwohnhäuser wurde ein mittlerer Rohertragsfaktor von 21 bei einer Bandbreite von 15 bis 29 abgeleitet. Eine objektbezogene Ertragswertbetrachtung bleibt dennoch unverzichtbar.
Gemischt genutzte Objekte erfordern eine getrennte Betrachtung der Wohn- und Gewerbenutzung. Mietvertragslaufzeiten, gewerblicher Anteil, Lagequalität und Drittverwendungsfähigkeit beeinflussen Marktgängigkeit und Rendite.
Vermietete Eigentumswohnungen
Vermietete Eigentumswohnungen sind in Köln ein bedeutender Teilmarkt. Bei diesen Objekten reicht der Vergleich mit einer bezugsfreien Wohnung häufig nicht aus. Der Mietvertrag, die aktuelle Nettokaltmiete, mögliche Mietentwicklung, Kündigungsschutz, WEG-Struktur und die wirtschaftliche Belastung durch Hausgeld und Rücklagen müssen gemeinsam betrachtet werden.
Für Käufer hat sich die Kalkulation durch das höhere Zinsniveau verändert. Bei hohem Fremdfinanzierungsanteil kann der laufende Cashflow negativ sein. Gleichzeitig akzeptieren langfristig orientierte Käufer eine niedrigere Anfangsrendite, wenn Lagequalität, WEG-Zustand und langfristiges Wertsteigerungspotenzial überzeugen.
Wohnbauland
2025 stieg der Bodenpreisindex für Grundstücke des individuellen Wohnungsbaus im linksrheinischen Köln um rund 3 Prozent. Rechtsrheinisch wurde dagegen ein Rückgang von etwa 5 Prozent festgestellt. Grundstücke für den Geschosswohnungsbau entwickelten sich im Durchschnitt weitgehend stabil.
Für den Wert eines konkreten Grundstücks sind Bodenrichtwertzone, Grundstückszuschnitt, wertrelevante Geschossflächenzahl, baurechtliche Ausnutzbarkeit, Erschließung, Altbebauung und mögliche öffentlich-rechtliche Einschränkungen entscheidend.
Immobiliengutachten und Wertermittlung
Nicht jede Immobilienbewertung erfordert dasselbe Gutachten. Ob ein ausführliches Verkehrswertgutachten, ein kompakteres Kurzgutachten oder ein Mietwertgutachten sinnvoll ist, hängt vor allem vom Bewertungsanlass, der Immobilie und davon ab, wie belastbar das Ergebnis gegenüber Dritten sein muss.
Als Sachverständigenbüro prüfen wir deshalb zunächst, welche Form der Wertermittlung für den konkreten Fall in Köln erforderlich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Ein umfangreiches Verkehrswertgutachten ist nicht automatisch die beste Lösung. In vielen Fällen genügt ein qualifiziertes Kurzgutachten – in anderen Situationen ist eine umfassend dokumentierte Verkehrswertermittlung dagegen unverzichtbar.
Ein Verkehrswertgutachten dokumentiert den Marktwert umfassend und nachvollziehbar. Es eignet sich besonders für Finanzamt, Erbschaft, Scheidung, Pflichtteil oder gerichtliche Auseinandersetzungen.
Mehr zum Verkehrswertgutachten in KölnFür Kauf, Verkauf, Vermögensübersichten oder einvernehmliche Auseinandersetzungen ist ein qualifiziertes Kurzgutachten häufig die wirtschaftlichere Alternative zum vollständigen Verkehrswertgutachten.
Mehr zum Kurzgutachten in KölnEin Mietwertgutachten ermittelt die marktgerechte oder ortsübliche Miete einer Wohn- oder Gewerbeimmobilie unter Berücksichtigung von Lage, Ausstattung, Zustand und geeigneten Vergleichsdaten.
Mehr zum Mietwertgutachten in KölnBei Gewerbe- und Industrieimmobilien richtet sich die Verfahrenswahl nach Nutzung, Preisbildungsmechanismen und Datenlage. Ertragswert, Sachwert und Vergleichsdaten können unterschiedlich gewichtet werden.
Mehr zur Gewerbeimmobilienbewertung in KölnEin Verkehrswertgutachten ist wesentlich mehr als eine überschlägige Preiseinschätzung. Es stellt nachvollziehbar dar, welchen Verkehrswert eine Immobilie zu einem bestimmten Bewertungsstichtag besitzt und wie dieser Wert fachlich abgeleitet wurde.
In unserer Gutachterpraxis ist ein vollständiges Verkehrswertgutachten insbesondere dann sinnvoll, wenn der Immobilienwert eine hohe rechtliche, steuerliche oder wirtschaftliche Bedeutung besitzt.
Nein. Gerade bei privaten Auseinandersetzungen sollte zunächst geprüft werden, welcher Gutachtenumfang tatsächlich erforderlich ist. Besteht innerhalb einer Erbengemeinschaft noch eine sachliche Gesprächsgrundlage und soll ein nachvollziehbarer Wert für einen Verkauf oder die Auszahlung eines Miterben festgestellt werden, kann ein ausführliches Kurzgutachten häufig ausreichen. Sind die Fronten dagegen so verhärtet, dass eine gerichtliche Auseinandersetzung wahrscheinlich ist, gewinnt die umfassende Dokumentation eines Verkehrswertgutachtens erheblich an Bedeutung.
Bei geplanten Immobilienverkäufen unter Beteiligung eines Betreuungs- oder Nachlassgerichts wird in der Praxis teilweise zunächst pauschal ein Verkehrswertgutachten verlangt. Unsere Erfahrung zeigt, dass sich eine vorherige Abstimmung lohnen kann. Wir empfehlen Auftraggebern häufig, zunächst ein anonymisiertes Muster unseres ausführlichen Kurzgutachtens vorzulegen und zu klären, ob dessen Umfang für den konkreten Zweck ausreicht. Entscheidend sind dabei insbesondere Qualifikation, Neutralität, persönliche Objektbesichtigung und eine nachvollziehbare Dokumentation.
| Merkmal | Verkehrswertgutachten | Kurzgutachten |
|---|---|---|
| Dokumentation | sehr umfassend | kompakter |
| Ortsbesichtigung | ja | ja |
| Bewertungsverfahren | ausführliche Herleitung | auf den Bewertungszweck konzentriert |
| Rechte und Belastungen | umfassende Würdigung | soweit auftragsrelevant |
| Typische Verwendung | Finanzamt, Gericht, Streitfall, komplexe Vermögensfragen | Kauf, Verkauf, Einigung, private Entscheidung |
| Bearbeitungsdauer | meist ca. 4–6 Wochen | meist ca. 7–10 Werktage |
| Honorar | individuell vereinbart | Festpreis |
Das Honorar richtet sich nach Art, Umfang und Schwierigkeit des Bewertungsauftrags. Bei uns besteht es aus einer Grundgebühr und einem vor Auftragserteilung festgelegten wertabhängigen Honoraranteil. Dieser liegt abhängig vom Objekt und Aufwand regelmäßig etwa zwischen 0,3 % und 1,5 % des ermittelten Verkehrswerts.
zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer und gegebenenfalls zusätzlich vereinbarter Aufwendungen, etwa für die Beschaffung fehlender Behördenunterlagen.
Der höhere Aufwand entsteht nicht hauptsächlich durch die Seitenzahl. Hinzu kommen je nach Fall die umfassende Unterlagenprüfung, Behörden- und Bauaktenrecherchen, die Prüfung wertrelevanter Rechte und Belastungen, detaillierte Lage- und Marktanalysen, die Herleitung der Bewertungsparameter sowie eine ausführliche und für Dritte nachvollziehbare Dokumentation.
Als realistische Faustregel sollte mit etwa 4 bis 6 Wochen nach dem Ortstermin gerechnet werden. Sind sämtliche erforderlichen Unterlagen bereits vollständig vorhanden, kann ein Gutachten im Einzelfall deutlich schneller erstellt werden.
Nicht die Anzahl der Verfahren entscheidet über die Qualität. Maßgeblich ist, welches Verfahren die Preisbildung für das konkrete Objekt sachgerecht abbildet.
Der konkrete Umfang richtet sich nach Objekt und Auftrag. Regelmäßig behandelt werden Bewertungsauftrag und Stichtag, persönliche Ortsbesichtigung, Makro- und Mikrolage, Grundstück und Gebäude, Flächen und Nutzung, Ausstattung und Modernisierungen, baulicher Zustand, erkennbare Baumängel und Bauschäden, wertrelevante Rechte und Belastungen, Bodenwert, regionale Marktdaten, Verfahrenswahl, vollständige Wertermittlung, Verkehrswertableitung, Fotodokumentation sowie relevante Berechnungen und Anlagen.
Ein Verkehrswertgutachten ersetzt keine vollständige technische Gebäudeuntersuchung. Erkennbare Baumängel und Bauschäden werden im Rahmen der Ortsbesichtigung berücksichtigt. Nicht Bestandteil einer normalen Verkehrswertermittlung sind insbesondere zerstörende Bauteilöffnungen, Schadstoff- oder Laboruntersuchungen, statische Untersuchungen, energetische Fachplanung und steuerliche Beratung. Ein vollständiges Gebäudeaufmaß oder eine neue Wohnflächenberechnung kann bei Bedarf gesondert beauftragt werden.
Ein Kurzgutachten bzw. Marktwertgutachten eignet sich, wenn eine qualifizierte und nachvollziehbare Immobilienbewertung benötigt wird, der vollständige Dokumentationsumfang eines Verkehrswertgutachtens aber nicht erforderlich ist.
Typische Anlässe sind Kauf oder Verkauf, Vermögensübersichten, einvernehmliche Erbauseinandersetzungen, die Auszahlung eines Miterben oder eine einvernehmliche Vermögensaufteilung.
Unsere Kurzgutachten sind keine wenige Seiten umfassenden Onlineauswertungen. Bei Eigentumswohnungen, Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Doppelhaushälften umfassen sie regelmäßig mindestens etwa 28 bis 40 Seiten.
Der konkrete Preis wird vor Auftragserteilung als Festpreis vereinbart. Kurzgutachten beginnen bei typischen Wohnimmobilien bei etwa 1.200 € zzgl. MwSt.; je nach Objekt und Aufwand liegen sie häufig bei 1.500–2.000 € zzgl. MwSt.. Bei großen Anwesen, mehreren Gebäudeteilen oder besonderen Bewertungsaufgaben können auch etwa 2.500 € zzgl. MwSt. erreicht werden.
Bei vollständiger Unterlagenlage kann ein Kurzgutachten regelmäßig innerhalb von etwa 7 bis 10 Werktagen nach der Ortsbesichtigung erstellt werden. Nach vorheriger Absprache kann in geeigneten Fällen eine schnellere Bearbeitung möglich sein.
Ein Mietwertgutachten soll die marktgerechte oder ortsübliche Miete einer Immobilie nachvollziehbar und objektspezifisch ableiten.
Wir erstellen Mietwertgutachten für Wohnraummieten sowie für Gewerbemieten und Pachten. Der Schwerpunkt liegt insbesondere auf Bewertungsfragen für Vermieter.
Ein Mietwertgutachten besteht nicht darin, lediglich einen Tabellenwert aus einem Mietspiegel abzulesen. Zu prüfen sind unter anderem genaue Lage, Wohn- oder Nutzfläche, Baujahr, Modernisierungsstand, Ausstattung, Grundriss, Gebäudezustand, besondere Objektmerkmale sowie die Aussagekraft der verfügbaren örtlichen Mietdaten.
Bei Gewerbe- und Spezialobjekten wird nicht einfach die vorhandene Vertragsmiete übernommen. Entscheidend sind unter anderem Vermietbarkeit, mögliche Alternativnutzungen, notwendige Umbauten und die nachhaltig erzielbare Miete.
Mietwertgutachten bewegen sich bei uns typischerweise in einem Honorarrahmen von etwa 2.500 bis 3.500 €. Die Bearbeitungszeit beträgt regelmäßig etwa 3 bis 4 Wochen; bei vollständiger Unterlagenlage kann eine frühere Fertigstellung möglich sein.
Die fachlich ermittelte ortsübliche oder marktgerechte Miete ist von der Frage zu trennen, in welcher Höhe eine konkrete Mieterhöhung rechtlich zulässig und formell durchsetzbar ist.
Gewerbeimmobilien lassen sich nicht nach einem einheitlichen Schema bewerten. Entscheidend ist, wie typische Marktteilnehmer für die konkrete Objektart Preise bilden und welche belastbaren Marktdaten verfügbar sind.
Bei vermieteten Gewerbeobjekten steht regelmäßig die Rendite im Vordergrund. Nachhaltig erzielbare Mieten, Bewirtschaftungskosten, Mietausfallrisiko, Restnutzungsdauer, Liegenschaftszins, Leerstand, Mietvertragsstruktur und Drittverwendungsfähigkeit bestimmen die Aussagekraft des Ertragswerts.
Bei einer eigengenutzten Produktions-, Lager- oder Betriebsimmobilie kann die Substanz stärker in den Vordergrund treten. Direkte Vergleichskauffälle sind bei Industrieimmobilien häufig nur eingeschränkt verfügbar, weil Größe, Bauweise, technische Ausstattung und betriebliche Nutzung sehr individuell sein können.
Bei Objekten mit Rendite- und Eigennutzungscharakter können mehrere Verfahren entsprechend ihrer Aussagekraft gewichtet werden. Maßgeblich sind die Preisbildungsmechanismen im jeweiligen Teilmarkt und die Qualität der verfügbaren Marktdaten.
Eine Immobilie kann technisch in gutem Zustand sein und wirtschaftlich trotzdem an Wert verlieren, wenn sie nur mit erheblichem Aufwand für andere Nutzungen geeignet ist. Deshalb betrachten wir bei Spezialimmobilien insbesondere alternative Nutzungsmöglichkeiten, notwendige Umbauten, wirtschaftliche Restnutzungsdauer, besondere Betriebseinrichtungen, Grundstücksstruktur und Marktfähigkeit am Standort.
Nießbrauch und Wohnrechte können den Verkehrswert einer Immobilie erheblich beeinflussen.
Bei der Bewertung wird zunächst der unbelastete Immobilienwert ermittelt. Anschließend wird die wirtschaftliche Belastung des bestehenden Rechts berücksichtigt. So können sowohl der unbelastete Verkehrswert als auch der Verkehrswert unter Berücksichtigung des Nießbrauchs- oder Wohnrechts dargestellt werden.
Häufig möchten Eigentümer bereits vor einer geplanten Übertragung wissen, wie sich ein künftig einzutragender Nießbrauch oder ein Wohnrecht auf den Immobilienwert auswirken würde. In diesem Fall wird zunächst der unbelastete Verkehrswert der Immobilie ermittelt. Anschließend kann die wirtschaftliche Belastung durch das noch nicht eingetragene Recht fiktiv berechnet werden.
So lässt sich bereits vor der Übertragung darstellen, welcher Verkehrswert sich unter Berücksichtigung des vorgesehenen Nießbrauchs- oder Wohnrechts voraussichtlich ergeben würde. Eine solche Simulation kann insbesondere bei geplanten Übertragungen innerhalb der Familie eine wichtige Entscheidungsgrundlage sein. Die steuerliche und rechtliche Gestaltung selbst sollte anschließend mit Steuerberater und/oder Rechtsanwalt abgestimmt werden.
Bei steuerlichen Bewertungsverfahren kann ein typisiert festgestellter Immobilienwert von einer objektspezifischen sachverständigen Bewertung abweichen.
In unserer Praxis können unter anderem eine pauschale Übernahme von Bodenrichtwerten, fehlende Differenzierungen von Grundstücksbereichen, nicht ausreichend berücksichtigte Baumängel, unterlassene Modernisierungen, eine zu hoch angesetzte Restnutzungsdauer, erheblicher Instandhaltungsstau, energetische Defizite oder fehlende Genehmigungen eine Rolle spielen.
Entscheidend ist nicht, einen festgestellten Wert pauschal als falsch zu bezeichnen. Abweichungen sollten sachlich, nachvollziehbar und mit geeigneten Unterlagen begründet werden. Bei Mängeln und Schäden sind eine verständliche Beschreibung, Fotodokumentation und nachvollziehbare Beseitigungskosten besonders hilfreich.
Bei Erbschaften, Scheidungen oder anderen Vermögensauseinandersetzungen kann der maßgebliche Bewertungsstichtag bereits längere Zeit zurückliegen.
Nicht für jeden zurückliegenden Bewertungszeitpunkt stehen dieselben umfangreichen Marktdaten zur Verfügung. Teilweise müssen historische Informationen gesondert recherchiert oder bei zuständigen Stellen angefordert werden.
Noch schwieriger kann die Rekonstruktion des damaligen Gebäudezustands sein. Hilfreich sind alte Fotos, Rechnungen, frühere Exposés, Bauunterlagen, Modernisierungsnachweise, Versicherungsunterlagen und sonstige zeitnahe Dokumentationen. Je weiter der Bewertungsstichtag zurückliegt, desto wichtiger wird eine nachvollziehbare Dokumentation.
So läuft die Bewertung ab
Bewertungszweck, Stichtag und benötigter Gutachtenumfang werden abgestimmt.
Grundbuch, Bauunterlagen, Flächen, Mietverträge und weitere Dokumente werden ausgewertet.
Immobilie, Zustand, Ausstattung und unmittelbare Lage werden persönlich besichtigt und dokumentiert.
Die geeigneten Verfahren werden modellkonform angewendet und mit den Kölner Marktdaten abgeglichen.
Sie erhalten die schriftliche Bewertung und eine persönliche Erläuterung des Ergebnisses.
Vom ersten Kontakt über die persönliche Besichtigung und Marktauswertung bis zum fertigen Gutachten.
Ablauf im Detail ansehenSachverständigenbüro von den Busch
Das Sachverständigenbüro von den Busch erstellt seit 1985 Immobilienbewertungen und Gutachten. Pascal von den Busch ist nach DIN EN ISO/IEC 17024 zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung. Bewertet werden Immobilien im gesamten Kölner Stadtgebiet sowie in der angrenzenden Region.
FAQ
Die Marktaktivität hat deutlich zugenommen. Die Zahl der Kaufverträge stieg um rund 8 Prozent auf 7.831 Fälle, der Geldumsatz um rund 21 Prozent auf etwa 5,68 Milliarden Euro. Die Preisentwicklung bleibt jedoch stark nach Lage und Objektqualität differenziert.
Eine pauschale Antwort ist nicht möglich. In unserer Angebotspreisbeobachtung liegen gebrauchte Eigentumswohnungen in vielen Kölner Wohnlagen häufig etwa zwischen 3.800 und 5.000 Euro je Quadratmeter. Gute und sehr gute Lagen können deutlich darüber liegen. Für den Verkehrswert sind tatsächliche Objektmerkmale und die konkrete Mikrolage entscheidend.
Es besteht weiterhin ein Markt, Käufer kalkulieren jedoch deutlich genauer. Mietrechtliche Begrenzungen, Finanzierungskosten, Hausgeld, Rücklagen und möglicher negativer Cashflow spielen eine größere Rolle. Gute Lagen werden häufig als langfristiges Investment mit Wertsteigerungspotenzial betrachtet.
Zu den hochwertigen Teilmärkten zählen unter anderem Hahnwald, Marienburg, Lindenthal, Müngersdorf und Rodenkirchen. Urbane Nachfrage besteht insbesondere in Sülz, Ehrenfeld, Nippes und innenstadtnahen Quartieren. Entscheidend bleibt immer die konkrete Mikrolage.
Der Gutachterausschuss weist für Mietwohnhäuser 2025 einen mittleren Faktor von 21 und eine Bandbreite von 15 bis 29 aus. In unserer Bewertungspraxis bewegen sich marktgängige Objekte häufig etwa zwischen Faktor 20 und knapp 30, abhängig von Lage, Mietniveau, Zustand und Entwicklungspotenzial.
Die energetische Qualität hat deutlich an Bedeutung gewonnen. Käufer kalkulieren notwendige Investitionen heute wesentlich stärker in ihre Preisvorstellung ein. Bei älteren Gebäuden können Heiztechnik, Dämmung, Fenster und Dach deshalb erheblichen Einfluss auf Marktgängigkeit und Kaufpreis haben.
Persönliche Beratung
Sie benötigen eine unabhängige Immobilienbewertung? Wir klären vorab, welches Gutachten zu Ihrem Anlass passt und welche Unterlagen benötigt werden.
Immobilienbewertung anfragen
Übermitteln Sie uns die wichtigsten Eckdaten zu Ihrer Immobilie und zum Bewertungsanlass. Wir melden uns persönlich mit einer fachlichen Einschätzung zum passenden Gutachtenumfang.