Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen
Bei Renditeobjekten unterscheiden sich die festgestellten Marktwerte erheblich. In besseren Wohnlagen beobachten wir ein vergleichsweise stabiles Preisniveau und weiterhin eine tragfähige Nachfrage.
Immobilienbewertung Dortmund
Verkehrswertgutachten, Marktwertgutachten und Kurzgutachten für Eigentumswohnungen, Häuser, Mehrfamilienhäuser sowie Rendite- und Gewerbeimmobilien in Dortmund.
Regionale Marktkenntnis
Dortmund verfügt über einen sehr breit gefächerten Immobilienmarkt. Zwischen innerstädtischen Szenevierteln, gewachsenen Wohnlagen im Süden, dem Umfeld des PHOENIX Sees und preisgünstigeren Teilmärkten bestehen erhebliche Unterschiede. Auch innerhalb eines Stadtteils können Mikrolage, Grundstück, Baujahr, energetischer Zustand, Ausstattung, Vermietungssituation und rechtliche Besonderheiten den Wert deutlich verändern.
Eine belastbare Immobilienbewertung kann deshalb nicht aus einem pauschalen Quadratmeterpreis abgeleitet werden. Für die Einordnung trennen wir drei Ebenen: unsere Beobachtungen aus Bewertungsaufträgen, den aktuellen Angebotsmarkt und die tatsächlich registrierten amtlichen Marktdaten.
Aus unseren Bewertungsaufträgen
Unsere Dortmunder Bewertungsaufträge betreffen besonders häufig Mehrfamilienhäuser und größere Wohnanlagen. Gleichzeitig verändert das höhere Zinsniveau die Käuferstruktur, die Finanzierung und teilweise auch die Verkaufsbereitschaft.
Bei Renditeobjekten unterscheiden sich die festgestellten Marktwerte erheblich. In besseren Wohnlagen beobachten wir ein vergleichsweise stabiles Preisniveau und weiterhin eine tragfähige Nachfrage.
Wir sehen verstärkt private Investoren und Family Offices mit höherer Eigenkapitalquote. Institutionelle Käufer agieren selektiver; Banken prüfen Finanzierungen deutlich vorsichtiger als in der Niedrigzinsphase.
Objekte, die während der Niedrigzinsphase erworben wurden, stehen teilweise vor Anschlussfinanzierungen zu deutlich höheren Konditionen. Im Einzelfall kann daraus zusätzlicher Verkaufsdruck entstehen.
Bei Gebäuden mit erheblichem energetischem Modernisierungsbedarf beobachten wir deutlichere Abschläge. Gerade im mittleren Marktsegment werden Investitionsbedarf und laufende Energiekosten stärker eingepreist.
| Beobachtung | Praxiseinordnung | Tendenz |
|---|---|---|
| Mehrfamilienhäuser / größere Wohnanlagen | überdurchschnittlich häufige Bewertungsaufträge | hohe Relevanz |
| Private Investoren / Family Offices | höhere Eigenkapitalquote, aktiver als viele Institutionelle | zunehmend |
| Anschlussfinanzierungen | können Verkaufsentscheidungen auslösen | zunehmende Bedeutung |
| Energetischer Zustand | stärkerer Einfluss auf Marktgängigkeit und Preis | deutlich wichtiger |
Die Tabelle fasst qualitative Beobachtungen aus unserer Bewertungspraxis zusammen. Sie ist keine statistische Kaufpreissammlung.
Auswertung von Immobilienbörsen
Die laufende Auswertung öffentlich angebotener Immobilien zeigt in Dortmund ein im Vergleich zu den Rheinmetropolen moderateres Preisniveau, zugleich aber eine deutliche Differenzierung zwischen Bestand, Neubau und Wohnlage.
| Teilmarkt | Bestand | Neubau | Veränderung | Zusatzindikator |
|---|---|---|---|---|
| Wohnungsmiete | 8,20 €/m² | 11,93 €/m² | +4,1 % | 14 ausgewertete Angebote |
| Eigentumswohnung | 2.487 €/m² | 3.817 €/m² | +5,3 % | Rendite ca. 4,0 % |
| Haus | 446.531 € | 547.667 € | +4,7 % | Preistendenz weitgehend konstant |
| Segment | Einfache Lage | Mittlere Lage | Gute Lage | Durchschnitt |
|---|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung | 1.800 €/m² | 2.300 €/m² | 3.250 €/m² | 2.575 €/m² |
| Wohnungsmiete | 6,85 €/m² | 9,00 €/m² | 12,00 €/m² | 9,15 €/m² |
Für die kommenden Jahre deutet die Angebotsauswertung bei Kaufpreisen und Mieten auf ein moderates Wachstum hin. Die konkrete Entwicklung bleibt jedoch stark von Stadtteil, Energiezustand, Finanzierung und Objektqualität abhängig.
Angebotspreise sind keine tatsächlich beurkundeten Kaufpreise und werden ausschließlich als ergänzende Marktbeobachtung verwendet.
Auswertung offizieller Quellen
Die amtlichen Marktdaten zeigen 2025 mehr Transaktionen und eine positive Entwicklung der Immobilienrichtwerte in den großen Dortmunder Wohnteilmärkten.
| Teilmarkt / Kennzahl | Marktstand 2025 | Einordnung |
|---|---|---|
| Neubau-Eigentumswohnungen, 40–110 m² | Median 4.550 €/m² | Bandbreite etwa 4.150–4.960 €/m² |
| Wiederverkauf Eigentumswohnungen, 40–110 m² | Median ca. 1.720–3.670 €/m² | starke Abhängigkeit vom Baujahr |
| Neubau Reihenendhäuser / Doppelhaushälften | Ø 4.005 €/m² | durchschnittlicher Kaufpreis je m² Wohnfläche |
| Immobilienrichtwert Wohnungseigentum | +4,7 % | mittlere Veränderung |
| Immobilienrichtwert Mehrfamilienhäuser | +2,9 % | mittlere Veränderung |
| Liegenschaftszins Mehrfamilienhäuser | 1,34–3,39 % | gebietstypische Normobjekte |
| Rohertragsfaktor Mehrfamilienhäuser | 14,6–19,6 | getrimmte Mittelwerte nach Marktgebiet |
Amtliche Durchschnitts- und Richtwerte müssen auf das konkrete Objekt, die Wohnlage, den Modernisierungszustand, die Miete und weitere wertrelevante Merkmale angepasst werden.
Wohnlagen und Mikrolagen
Zu den nach unserer Marktbeobachtung gefragten urbanen Wohnlagen zählen insbesondere Kreuzviertel, Kaiserviertel, Saarlandstraßenviertel, Unionviertel sowie Hörde rund um den PHOENIX See. Diese Teilmärkte sprechen sowohl Eigennutzer als auch Kapitalanleger an.
Gartenstadt, Bittermark, Hohensyburg, Löttringhausen, Lücklemberg und die Wohnlagen am Ruhrtalhang stehen für einen hohen Grünanteil und teilweise hochwertigen Einfamilienhaus- und Villenbestand.
Hombruch und Kirchhörde gehören nach unserer Erfahrung zu den besonders gefragten familienorientierten Wohnlagen. Gute Infrastruktur, Schulen, Grünflächen und die Nähe zum Rombergpark beeinflussen die Nachfrage.
Auch in gefragten Stadtteilen ist der Stadtteilname allein kein Wertmerkmal. Straße, unmittelbares Umfeld, Grundstück, Ausrichtung, Immissionen und Gebäudequalität bleiben entscheidend.
Objektarten
2025 wurden 1.725 Verkäufe von Wohnungseigentum registriert. Der Geldumsatz lag bei rund 316 Millionen Euro. Bei Neubauwohnungen zwischen 40 und 110 Quadratmetern weist der Gutachterausschuss einen Median von 4.550 Euro je Quadratmeter aus.
Bei Wiederverkäufen spielen Baujahr, Modernisierung, Gemeinschaftseigentum, Rücklagen, Geschosslage, Aufzug, Balkon und Vermietung eine besonders große Rolle.
Die Immobilienrichtwerte stiegen im Mittel um 1,4 Prozent bei freistehenden Häusern und um 2,5 Prozent bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften. Für Neubau-Reihenendhäuser und Doppelhaushälften wurden 2025 durchschnittlich rund 4.005 Euro je Quadratmeter Wohnfläche ermittelt.
Die Immobilienrichtwerte für Mehrfamilienhäuser stiegen im Mittel um 2,9 Prozent. Für die Bewertung sind nachhaltig erzielbare Mieten, Leerstand, Restnutzungsdauer, Liegenschaftszins, Rohertragsfaktor, energetischer Zustand und Investitionsbedarf gemeinsam zu würdigen.
Gemischt genutzte Objekte erfordern eine getrennte Betrachtung der Wohn- und Gewerbenutzung. Mietvertragslaufzeiten, Branchenrisiken, Flächenflexibilität, Lagequalität und gewerblicher Anteil können die Rendite und Marktgängigkeit erheblich beeinflussen.
Immobiliengutachten und Wertermittlung
Nicht jede Immobilienbewertung erfordert dasselbe Gutachten. Ob ein ausführliches Verkehrswertgutachten, ein kompakteres Kurzgutachten oder ein Mietwertgutachten sinnvoll ist, hängt vor allem vom Bewertungsanlass, der Immobilie und davon ab, wie belastbar das Ergebnis gegenüber Dritten sein muss.
Als Sachverständigenbüro prüfen wir deshalb zunächst, welche Form der Wertermittlung für den konkreten Fall in Dortmund erforderlich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Ein umfangreiches Verkehrswertgutachten ist nicht automatisch die beste Lösung. In vielen Fällen genügt ein qualifiziertes Kurzgutachten – in anderen Situationen ist eine umfassend dokumentierte Verkehrswertermittlung dagegen unverzichtbar.
Ein Verkehrswertgutachten dokumentiert den Marktwert umfassend und nachvollziehbar. Es eignet sich besonders für Finanzamt, Erbschaft, Scheidung, Pflichtteil oder gerichtliche Auseinandersetzungen.
Mehr zum Verkehrswertgutachten in DortmundFür Kauf, Verkauf, Vermögensübersichten oder einvernehmliche Auseinandersetzungen ist ein qualifiziertes Kurzgutachten häufig die wirtschaftlichere Alternative zum vollständigen Verkehrswertgutachten.
Mehr zum Kurzgutachten in DortmundEin Mietwertgutachten ermittelt die marktgerechte oder ortsübliche Miete einer Wohn- oder Gewerbeimmobilie unter Berücksichtigung von Lage, Ausstattung, Zustand und geeigneten Vergleichsdaten.
Mehr zum Mietwertgutachten in DortmundBei Gewerbe- und Industrieimmobilien richtet sich die Verfahrenswahl nach Nutzung, Preisbildungsmechanismen und Datenlage. Ertragswert, Sachwert und Vergleichsdaten können unterschiedlich gewichtet werden.
Mehr zur Gewerbeimmobilienbewertung in DortmundEin Verkehrswertgutachten ist wesentlich mehr als eine überschlägige Preiseinschätzung. Es stellt nachvollziehbar dar, welchen Verkehrswert eine Immobilie zu einem bestimmten Bewertungsstichtag besitzt und wie dieser Wert fachlich abgeleitet wurde.
In unserer Gutachterpraxis ist ein vollständiges Verkehrswertgutachten insbesondere dann sinnvoll, wenn der Immobilienwert eine hohe rechtliche, steuerliche oder wirtschaftliche Bedeutung besitzt.
Nein. Gerade bei privaten Auseinandersetzungen sollte zunächst geprüft werden, welcher Gutachtenumfang tatsächlich erforderlich ist. Besteht innerhalb einer Erbengemeinschaft noch eine sachliche Gesprächsgrundlage und soll ein nachvollziehbarer Wert für einen Verkauf oder die Auszahlung eines Miterben festgestellt werden, kann ein ausführliches Kurzgutachten häufig ausreichen. Sind die Fronten dagegen so verhärtet, dass eine gerichtliche Auseinandersetzung wahrscheinlich ist, gewinnt die umfassende Dokumentation eines Verkehrswertgutachtens erheblich an Bedeutung.
Bei geplanten Immobilienverkäufen unter Beteiligung eines Betreuungs- oder Nachlassgerichts wird in der Praxis teilweise zunächst pauschal ein Verkehrswertgutachten verlangt. Unsere Erfahrung zeigt, dass sich eine vorherige Abstimmung lohnen kann. Wir empfehlen Auftraggebern häufig, zunächst ein anonymisiertes Muster unseres ausführlichen Kurzgutachtens vorzulegen und zu klären, ob dessen Umfang für den konkreten Zweck ausreicht. Entscheidend sind dabei insbesondere Qualifikation, Neutralität, persönliche Objektbesichtigung und eine nachvollziehbare Dokumentation.
| Merkmal | Verkehrswertgutachten | Kurzgutachten |
|---|---|---|
| Dokumentation | sehr umfassend | kompakter |
| Ortsbesichtigung | ja | ja |
| Bewertungsverfahren | ausführliche Herleitung | auf den Bewertungszweck konzentriert |
| Rechte und Belastungen | umfassende Würdigung | soweit auftragsrelevant |
| Typische Verwendung | Finanzamt, Gericht, Streitfall, komplexe Vermögensfragen | Kauf, Verkauf, Einigung, private Entscheidung |
| Bearbeitungsdauer | meist ca. 4–6 Wochen | meist ca. 7–10 Werktage |
| Honorar | individuell vereinbart | Festpreis |
Das Honorar richtet sich nach Art, Umfang und Schwierigkeit des Bewertungsauftrags. Bei uns besteht es aus einer Grundgebühr und einem vor Auftragserteilung festgelegten wertabhängigen Honoraranteil. Dieser liegt abhängig vom Objekt und Aufwand regelmäßig etwa zwischen 0,3 % und 1,5 % des ermittelten Verkehrswerts.
zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer und gegebenenfalls zusätzlich vereinbarter Aufwendungen, etwa für die Beschaffung fehlender Behördenunterlagen.
Der höhere Aufwand entsteht nicht hauptsächlich durch die Seitenzahl. Hinzu kommen je nach Fall die umfassende Unterlagenprüfung, Behörden- und Bauaktenrecherchen, die Prüfung wertrelevanter Rechte und Belastungen, detaillierte Lage- und Marktanalysen, die Herleitung der Bewertungsparameter sowie eine ausführliche und für Dritte nachvollziehbare Dokumentation.
Als realistische Faustregel sollte mit etwa 4 bis 6 Wochen nach dem Ortstermin gerechnet werden. Sind sämtliche erforderlichen Unterlagen bereits vollständig vorhanden, kann ein Gutachten im Einzelfall deutlich schneller erstellt werden.
Nicht die Anzahl der Verfahren entscheidet über die Qualität. Maßgeblich ist, welches Verfahren die Preisbildung für das konkrete Objekt sachgerecht abbildet.
Der konkrete Umfang richtet sich nach Objekt und Auftrag. Regelmäßig behandelt werden Bewertungsauftrag und Stichtag, persönliche Ortsbesichtigung, Makro- und Mikrolage, Grundstück und Gebäude, Flächen und Nutzung, Ausstattung und Modernisierungen, baulicher Zustand, erkennbare Baumängel und Bauschäden, wertrelevante Rechte und Belastungen, Bodenwert, regionale Marktdaten, Verfahrenswahl, vollständige Wertermittlung, Verkehrswertableitung, Fotodokumentation sowie relevante Berechnungen und Anlagen.
Ein Verkehrswertgutachten ersetzt keine vollständige technische Gebäudeuntersuchung. Erkennbare Baumängel und Bauschäden werden im Rahmen der Ortsbesichtigung berücksichtigt. Nicht Bestandteil einer normalen Verkehrswertermittlung sind insbesondere zerstörende Bauteilöffnungen, Schadstoff- oder Laboruntersuchungen, statische Untersuchungen, energetische Fachplanung und steuerliche Beratung. Ein vollständiges Gebäudeaufmaß oder eine neue Wohnflächenberechnung kann bei Bedarf gesondert beauftragt werden.
Ein Kurzgutachten bzw. Marktwertgutachten eignet sich, wenn eine qualifizierte und nachvollziehbare Immobilienbewertung benötigt wird, der vollständige Dokumentationsumfang eines Verkehrswertgutachtens aber nicht erforderlich ist.
Typische Anlässe sind Kauf oder Verkauf, Vermögensübersichten, einvernehmliche Erbauseinandersetzungen, die Auszahlung eines Miterben oder eine einvernehmliche Vermögensaufteilung.
Unsere Kurzgutachten sind keine wenige Seiten umfassenden Onlineauswertungen. Bei Eigentumswohnungen, Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Doppelhaushälften umfassen sie regelmäßig mindestens etwa 28 bis 40 Seiten.
Der konkrete Preis wird vor Auftragserteilung als Festpreis vereinbart. Kurzgutachten beginnen bei typischen Wohnimmobilien bei etwa 1.200 € zzgl. MwSt.; je nach Objekt und Aufwand liegen sie häufig bei 1.500–2.000 € zzgl. MwSt.. Bei großen Anwesen, mehreren Gebäudeteilen oder besonderen Bewertungsaufgaben können auch etwa 2.500 € zzgl. MwSt. erreicht werden.
Bei vollständiger Unterlagenlage kann ein Kurzgutachten regelmäßig innerhalb von etwa 7 bis 10 Werktagen nach der Ortsbesichtigung erstellt werden. Nach vorheriger Absprache kann in geeigneten Fällen eine schnellere Bearbeitung möglich sein.
Ein Mietwertgutachten soll die marktgerechte oder ortsübliche Miete einer Immobilie nachvollziehbar und objektspezifisch ableiten.
Wir erstellen Mietwertgutachten für Wohnraummieten sowie für Gewerbemieten und Pachten. Der Schwerpunkt liegt insbesondere auf Bewertungsfragen für Vermieter.
Ein Mietwertgutachten besteht nicht darin, lediglich einen Tabellenwert aus einem Mietspiegel abzulesen. Zu prüfen sind unter anderem genaue Lage, Wohn- oder Nutzfläche, Baujahr, Modernisierungsstand, Ausstattung, Grundriss, Gebäudezustand, besondere Objektmerkmale sowie die Aussagekraft der verfügbaren örtlichen Mietdaten.
Bei Gewerbe- und Spezialobjekten wird nicht einfach die vorhandene Vertragsmiete übernommen. Entscheidend sind unter anderem Vermietbarkeit, mögliche Alternativnutzungen, notwendige Umbauten und die nachhaltig erzielbare Miete.
Mietwertgutachten bewegen sich bei uns typischerweise in einem Honorarrahmen von etwa 2.500 bis 3.500 €. Die Bearbeitungszeit beträgt regelmäßig etwa 3 bis 4 Wochen; bei vollständiger Unterlagenlage kann eine frühere Fertigstellung möglich sein.
Die fachlich ermittelte ortsübliche oder marktgerechte Miete ist von der Frage zu trennen, in welcher Höhe eine konkrete Mieterhöhung rechtlich zulässig und formell durchsetzbar ist.
Gewerbeimmobilien lassen sich nicht nach einem einheitlichen Schema bewerten. Entscheidend ist, wie typische Marktteilnehmer für die konkrete Objektart Preise bilden und welche belastbaren Marktdaten verfügbar sind.
Bei vermieteten Gewerbeobjekten steht regelmäßig die Rendite im Vordergrund. Nachhaltig erzielbare Mieten, Bewirtschaftungskosten, Mietausfallrisiko, Restnutzungsdauer, Liegenschaftszins, Leerstand, Mietvertragsstruktur und Drittverwendungsfähigkeit bestimmen die Aussagekraft des Ertragswerts.
Bei einer eigengenutzten Produktions-, Lager- oder Betriebsimmobilie kann die Substanz stärker in den Vordergrund treten. Direkte Vergleichskauffälle sind bei Industrieimmobilien häufig nur eingeschränkt verfügbar, weil Größe, Bauweise, technische Ausstattung und betriebliche Nutzung sehr individuell sein können.
Bei Objekten mit Rendite- und Eigennutzungscharakter können mehrere Verfahren entsprechend ihrer Aussagekraft gewichtet werden. Maßgeblich sind die Preisbildungsmechanismen im jeweiligen Teilmarkt und die Qualität der verfügbaren Marktdaten.
Eine Immobilie kann technisch in gutem Zustand sein und wirtschaftlich trotzdem an Wert verlieren, wenn sie nur mit erheblichem Aufwand für andere Nutzungen geeignet ist. Deshalb betrachten wir bei Spezialimmobilien insbesondere alternative Nutzungsmöglichkeiten, notwendige Umbauten, wirtschaftliche Restnutzungsdauer, besondere Betriebseinrichtungen, Grundstücksstruktur und Marktfähigkeit am Standort.
Nießbrauch und Wohnrechte können den Verkehrswert einer Immobilie erheblich beeinflussen.
Bei der Bewertung wird zunächst der unbelastete Immobilienwert ermittelt. Anschließend wird die wirtschaftliche Belastung des bestehenden Rechts berücksichtigt. So können sowohl der unbelastete Verkehrswert als auch der Verkehrswert unter Berücksichtigung des Nießbrauchs- oder Wohnrechts dargestellt werden.
Häufig möchten Eigentümer bereits vor einer geplanten Übertragung wissen, wie sich ein künftig einzutragender Nießbrauch oder ein Wohnrecht auf den Immobilienwert auswirken würde. In diesem Fall wird zunächst der unbelastete Verkehrswert der Immobilie ermittelt. Anschließend kann die wirtschaftliche Belastung durch das noch nicht eingetragene Recht fiktiv berechnet werden.
So lässt sich bereits vor der Übertragung darstellen, welcher Verkehrswert sich unter Berücksichtigung des vorgesehenen Nießbrauchs- oder Wohnrechts voraussichtlich ergeben würde. Eine solche Simulation kann insbesondere bei geplanten Übertragungen innerhalb der Familie eine wichtige Entscheidungsgrundlage sein. Die steuerliche und rechtliche Gestaltung selbst sollte anschließend mit Steuerberater und/oder Rechtsanwalt abgestimmt werden.
Bei steuerlichen Bewertungsverfahren kann ein typisiert festgestellter Immobilienwert von einer objektspezifischen sachverständigen Bewertung abweichen.
In unserer Praxis können unter anderem eine pauschale Übernahme von Bodenrichtwerten, fehlende Differenzierungen von Grundstücksbereichen, nicht ausreichend berücksichtigte Baumängel, unterlassene Modernisierungen, eine zu hoch angesetzte Restnutzungsdauer, erheblicher Instandhaltungsstau, energetische Defizite oder fehlende Genehmigungen eine Rolle spielen.
Entscheidend ist nicht, einen festgestellten Wert pauschal als falsch zu bezeichnen. Abweichungen sollten sachlich, nachvollziehbar und mit geeigneten Unterlagen begründet werden. Bei Mängeln und Schäden sind eine verständliche Beschreibung, Fotodokumentation und nachvollziehbare Beseitigungskosten besonders hilfreich.
Bei Erbschaften, Scheidungen oder anderen Vermögensauseinandersetzungen kann der maßgebliche Bewertungsstichtag bereits längere Zeit zurückliegen.
Nicht für jeden zurückliegenden Bewertungszeitpunkt stehen dieselben umfangreichen Marktdaten zur Verfügung. Teilweise müssen historische Informationen gesondert recherchiert oder bei zuständigen Stellen angefordert werden.
Noch schwieriger kann die Rekonstruktion des damaligen Gebäudezustands sein. Hilfreich sind alte Fotos, Rechnungen, frühere Exposés, Bauunterlagen, Modernisierungsnachweise, Versicherungsunterlagen und sonstige zeitnahe Dokumentationen. Je weiter der Bewertungsstichtag zurückliegt, desto wichtiger wird eine nachvollziehbare Dokumentation.
So läuft die Bewertung ab
Bewertungszweck, Stichtag und benötigter Gutachtenumfang werden abgestimmt.
Grundbuch, Bauunterlagen, Flächen, Mietverträge und weitere Dokumente werden ausgewertet.
Immobilie, Zustand, Ausstattung und unmittelbare Lage werden persönlich besichtigt und dokumentiert.
Die geeigneten Verfahren werden modellkonform angewendet und mit den Dortmunder Marktdaten abgeglichen.
Sie erhalten die schriftliche Bewertung und eine persönliche Erläuterung des Ergebnisses.
Vom ersten Kontakt über die persönliche Besichtigung und Marktauswertung bis zum fertigen Gutachten.
Ablauf im Detail ansehenSachverständigenbüro von den Busch
Das Sachverständigenbüro von den Busch erstellt seit 1985 Immobilienbewertungen und Gutachten. Pascal von den Busch ist nach DIN EN ISO/IEC 17024 zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung. Bewertet werden Immobilien im gesamten Dortmunder Stadtgebiet sowie in der angrenzenden Ruhrgebietsregion.
FAQ
Der amtliche Grundstücksmarkt zeigt eine überwiegend positive Entwicklung. Die Immobilienrichtwerte stiegen im Mittel bei Eigentumswohnungen um 4,7 Prozent, bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern um 1,4 Prozent, bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften um 2,5 Prozent und bei Mehrfamilienhäusern um 2,9 Prozent.
Eine pauschale Antwort ist nicht möglich. Für neu errichtete Wohnungen zwischen 40 und 110 Quadratmetern lag der amtliche Median 2025 bei rund 4.550 Euro je Quadratmeter. Bei Bestandswohnungen hängt der Wert erheblich von Baujahr, Lage, Zustand, Ausstattung und Vermietungssituation ab.
Nach unserer Bewertungspraxis zählen unter anderem Kreuzviertel, Kaiserviertel, Saarlandstraßenviertel, PHOENIX See, Gartenstadt, Bittermark, Hohensyburg, Lücklemberg, Hombruch und Kirchhörde zu gefragten Teilmärkten. Die konkrete Mikrolage bleibt jedoch entscheidend.
Neben dem Grundstückswert werden insbesondere nachhaltig erzielbare Mieten, Bewirtschaftungskosten, Restnutzungsdauer, Liegenschaftszins, Rohertragsfaktor, Leerstand, Mietverträge und Modernisierungsbedarf berücksichtigt. Die amtlichen Marktdaten müssen auf das konkrete Objekt angepasst werden.
Nach unserer Marktbeobachtung hat der energetische Zustand deutlich an Bedeutung gewonnen. Bei Gebäuden mit größerem Sanierungsbedarf können Käufer zusätzliche Investitionen stärker einpreisen, was sich auf Marktgängigkeit und Kaufpreis auswirken kann.
Persönliche Beratung
Sie benötigen eine unabhängige Immobilienbewertung? Wir klären vorab, welches Gutachten zu Ihrem Anlass passt und welche Unterlagen benötigt werden.
Immobilienbewertung anfragen
Übermitteln Sie uns die wichtigsten Eckdaten zu Ihrer Immobilie und zum Bewertungsanlass. Wir melden uns persönlich mit einer fachlichen Einschätzung zum passenden Gutachtenumfang.